Gemeinsames Lernen

Organisationsformen des GL

Es können Kinder am GL teilnehmen, die entweder zielgleich (nach dem Bildungsziel der Grundschule) mit den anderen Kindern oder auch zieldifferent (nach dem Bildungsziel einer Förderschule) gefördert werden.

Zielgleich unterrichtet werden können Kinder mit den Förderschwerpunkten Sprache, emotionale und soziale Entwicklung, Hören und Kommunikation, Sehen und körperliche und motorische Entwicklung. Nach eigenen Richtlinien können Kinder mit den Förderschwerpunkten Lernen oder geistige Entwicklung unterrichtet werden.

Wegen der räumlichen und sächlichen Ausstattung (Treppen, zwei Schulgebäude etc.) können keine Kinder aufgenommen werden, die in ihren Bewegungsabläufen so beeinträchtigt sind, dass sie Barrierefreiheit oder der ständigen Betreuung bedürfen wie z.B. Rollstuhlfahrer.

Eine effektive Förderung im GL ist unseres Erachtens nur dann gewährleistet, wenn mehrere Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf in einer Grundschulklasse zusammengefasst werden, damit in möglichst vielen Unterrichtsstunden Grundschullehrer und Sonderschullehrer gemeinsam in der Klasse unterrichten können (Teamteaching).

Pädagogisches Konzept

Der GL weicht in den pädagogischen Grundsätzen nicht entscheidend vom Unterricht in anderen Grundschulklassen ab. Es sind weniger die Unterrichtsformen als vielmehr die spezifischen Fördermaßnahmen sowie die Zusammenarbeit der beteiligten Lehrer, die den Unterricht in GL – Klassen charakterisieren.

Beim Gemeinsamen Lernen dienen die individuellen Förderpläne dem Austausch und der gezielten Zusammenarbeit der Lehrer, die Schüler unterrichten und fördern. Die u.U. multiprofessionellen Teams beraten sich gegenseitig, mit dem Ziel, die bestmögliche Förderung für einen Schüler zu erreichen. Die Förderplanung klärt die Ausgangssituation für einen Schüler. Darauf aufbauend formuliert sie Ziele und Maßnahmen, die zum Aufbau von alters- und situationsangemessenem Verhalten, zum Aufbau von Motivation, zur Entwicklung kognitiver und sprachlich-kommunikativer, motorischer und sozialer Kompetenzen beitragen. Diese Förderpläne werden regelmäßig evaluiert und fortgeschrieben.

Wesentlicher Bestandteil des GL ist die Arbeit im Team. Eine ständige Kooperation hinsichtlich Planung und Gestaltung von Unterricht, dessen Analyse und Bewertung sowie Beratung von Eltern und Zusammenarbeit mit außerschulischen Institutionen ist unabdingbar, wenn GU eine positive Wirkung auf das soziale Verhalten wie auf die Schulleistungen der behinderten und nicht behinderten Kinder entfalten soll.